Sonntag, 21. September 2014

Heiner Müller Zitate

Heiner Müller Zitate

Reimund Heiner Müller (1929-1995)

Heiner Müller Zitate
Underground Heiner © Bundesarchiv / Familien Funk
_ Ich schulde der Welt einen Toten.

_ Optimismus ist nur ein Mangel an Information.

_ Natürlich sind zehn Deutsche dümmer als fünf Deutsche.

_ Genies treten nicht in Rudeln auf.
"Krieg ohne Schlacht", Kiepenheuer & Witsch Verlag 1992 Seite 288

_ Gegenstand der Kunst ist jedenfalls, was das Bewusstsein nicht mehr aushält, dieses schwer zu ertragende Paradox der menschlichen Existenz, die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Das erklärt auch die Anfälligkeit von Intellektuellen gerade in Europa, für Ideologie. Denn Ideologie bietet die Möglichkeit, die Last die du eigentlich tragen müsstest, abzuwerfen.
"Krieg ohne Schlacht", Kiepenheuer & Witsch Verlag 1992 Seite 316

_ Wer keinen Feind mehr hat , trifft ihn im Spiegel.
"Krieg ohne Schlacht", Kiepenheuer & Witsch Verlag 1992 Seite 360
Heiner Müller Zitate
Heiner schenkt Wole Soyinka reinen Wein ein © Bundesarchiv / Familien Funk

_ Wenn man einem Kriminellen etwas vorwirft, was nicht stimmt, wird er nicht widersprechen, er schweigt. Ein Intellektueller dagegen hält es nicht aus, wenn man ihm etwas vorwirft, was nicht stimmt. Er hält es nicht aus, nicht zu widersprechen. ein Intellektueller will immer eine Rolle spielen, man muss ihm eine Rolle anbieten. Dem Intellektuellen kommt man so bei, dem Kriminellen nicht, der weiss Bescheid.
"Krieg ohne Schlacht", Kiepenheuer & Witsch Verlag 1992, Seite 184

_ Die Qualität von Ulbricht war dass er ein Feigling war und deswegen geeignet für die Diktatur.
"Krieg ohne Schlacht", Kiepenheuer & Witsch Verlag 1992 Seite 136

_ An dem Reiterstandbild von Friedrich dem Grossen in Ostberlin fällt auf, dass die Generalität vorn steht und um das Pferd herum, aber hinten am Schwanz, da wo die Scheisse fällt, da stehen die Intellektuellen.
"Krieg ohne Schlacht", Kiepenheuer & Witsch Verlag 1992 Seite 269

_ Und jeder hat recht in einem Drama, sonst ist es kein Drama.
A.Kluge / H. Müller " Ich bin ein Lanbdvermesser" Rotbuch Verlag, 1996 Seite 24

_ Luxus braucht Sklaverei.
H. Müller "Gesammelte Irrtümer" Verlag der Autoren, 1996, Seite 119

_ Die Tradition der Kunst ist die Tradition des Rausches und jeder Versuch von Gesellschaften den Rausch zu unterdrücken, führt nur dazu, dass diese Energien viel monströser aus irgendeinem nicht bewachten Gully hervorschiessen.
H. Müller "Gesammelte Irrtümer" Verlag der Autoren, 1996, Seite 129
Heiner Müller Zitate
Probe zu Ödipus, Tyrann, 1967 © Bundesarchiv / Familien Funk
Heiner Müller Zitate



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