Donnerstag, 1. Januar 2015

Baruch de Spinoza Zitate

Zitate von Baruch de Spinoza

Baruch de Spinoza (1632-1677) 
Spinoza Zitate
Baruch von Spinoza 1665



_ Jede Entscheidung ist Verneinung.

_ Alles Vortreffliche ist ebenso schwierig wie selten.

_ Sein, was wir sind, und werden, was wir werden können, das ist das Ziel unseres Lebens.

_ Das wahre Gut des Menschen ist das eifrige Bestreben der Vervollkommnung seiner Natur.

_ Tue nie soviel, wie du glaubst, tun zu können.

_ Nicht weinen, nicht zürnen, sondern begreifen!

_ Geschichte darf man weder beweinen noch belachen – Geschichte muß man verstehen.

_ Alle Dinge geschehen aus Notwendigkeit; es gibt in der Natur kein Gutes und kein Böses.

_ Jede Erscheinung beweist ihre Notwendigkeit durch ihr Dasein.

_ Was wir Zufall nennen, ist der Zufluchtsort der Unwissenheit.

_ In der Natur der Vernunft liegt es nicht, die Dinge als zufällige, sondern als notwendige zu betrachten.

_ Der Zweifel entsteht immer daraus, daß man die Dinge nicht der Ordnung nach erforscht.

_ Die Idee des Meeres ist in einem Wassertropfen vereint.

_ Alle Körper sind entweder in Bewegung oder in Ruhe.

_ Je verständlicher etwas ist, desto leichter haftet es im Gedächtnis.

_ Ein freier Mensch denkt mehr an das Leben als an den Tod. Die Weisheit ist Betrachtung des Lebens, aber nicht des Todes.

_ Der freie Mensch handelt niemals arglistig, sondern stets aufrichtig.

_ Nur freie Menschen sind einander wahrhaft dankbar.

_ Die menschliche Freiheit besteht lediglich darin, daß sich die Menschen ihres Wollens bewußt, und der Ursachen, von denen sie bestimmt werden, unbewußt sind.

_ Der von seinen Affekten abhängige Mensch ist nicht Herr über sich selbst, sondern ein Sklave des Schicksals.

_ Bei einem freien Menschen ist daher die rechtzeitige Flucht ein Zeichen ebenso großer Willenskraft wie der Kampf.

_ Das was Paul über den Peter sagt, sagt mehr über den Paul aus als über den Peter.

_ Liebe ist Freude, gebunden an die Vorstellung einer äußerlichen Ursache.





_ Es liegt in der Natur der Vernunft, die Dinge unter einem Gesichtspunkt der Ewigkeit zu erfassen.

_ Geduld ist die Tugend der Glücklichen.

_ Die Tugend des Menschen, der nach den Geboten der Vernunft lebt, zeigt sich gleich groß in Vermeidung wie in Überwindung der Gefahren.

_ Demut ist, wenn jemand ohne Verlangen, hochgeachtet zu werden, seine Unvollkommenheit erkennt.

_ Begierde ist des Menschen Wesen selbst.


_ Die Begierde ist ein Trieb mit dem Bewußtsein desselben.

_ Ängstlichkeit wird dem beigelegt, dessen Begierde eingeschränkt wird durch die Furcht vor einer Gefahr, der sich andere zu unterziehen wagen.

_ Jeder bekommt soviel Recht, wie er Macht hat.

_ Auch fehlt es Menschen, die Zeit genug haben, nie an Finten, Gesetze zu umgehen.

_ Die Gerechtigkeit ist der standhafte und fortdauernde Wille, jedem sein Recht zu geben.

_ Sehr großer Stolz und tiefe Selbstverachtung deuten auf eine Schwäche der Seele hin.



_ Das Ziel der Philosophie ist einzig und allein die Wahrheit, das Ziel des Glaubens einzig und allein Gehorsam und Frömmigkeit.

_ Ich weiß nicht, wie ich Philosophie lehren soll, um nicht zum Störer herbeigebrachter Religion zu werden.




_ Wir werden alles unserem Nutzen Widerstrebende, das uns begegnet, mit Gleichmut ertragen, wenn wir uns bewußt sind, daß wir unsere Pflicht erfüllt haben, und daß das Vermögen, welches wir haben, sich nicht soweit erstreckt, daß wir es hätten vermeiden können, und daß wir nur ein Teil der Natur sind, deren Ordnung wir folgen.

_ Nichts Vorzüglicheres können sich die Menschen zur Erhaltung ihres Seins wünschen, als daß alle in allem dermaßen miteinander übereinstimmen, daß gleichsam alle Geister und Körper einen Geist und einen Körper bilden und alle zumal für sich suchen, was allen gemeinschaftlich nützlich ist. Hieraus folgt, daß Menschen, die sich von der Vernunft regieren lassen, nichts für sich verlangen, was sie nicht auch für andere Menschen begehren, und also, daß sie gerecht, treu und ehrenhaft sind.

_ Diejenigen, welche die Menschen heruntersetzen und sich besser darauf verstehen, über die Laster zu schimpfen, als Tugenden zu lehren, und das menschliche Gemüt zu zerknirschen, statt es zu kräftigen, sie sind sich und anderen zur Last.

_ Wenn das Heil so bequem zu erreichen und ohne große Mühe gefunden werden könnte, wie wäre es dann möglich, daß es fast von jedermann vernachlässigt wird? Alles Erhabene aber ist ebenso schwierig wie selten.

_ Kühnheit ist die Begierde, durch welche man angetrieben wird, etwas zu tun, trotz einer damit verbundenen Gefahr, die andere seinesgleichen von dieser Tat abhält.

_ Es ist gewiß, daß diejenigen die Ruhmbegierigsten sind, welche das größe Geschrei erheben über den Mißbrauch des Ruhmes und die Eitelkeit der Welt.

_ Es gibt nur Eine, alle Determination und Negation von sich ausschließende, unendliche Substanz, welche Gott genannt wird und das Ein Sein in allem Dasein ist.

_ Friede ist nicht Abwesenheit von Krieg. Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit.



_ Von daher rühren auch die meisten Streitigkeiten, indem die Menschen ihre Gedanken nicht richtig darstellen oder die Gedanken des andern falsch deuten.

_ Die Selbstzufriedenheit ist in Wahrheit das Höchste, was man erhoffen kann; und weil dieselbe durch Lob mehr und mehr gestärkt wird, und umgekehrt durch Tadel gestört, so gilt auch der Ruhm als das Höchste, und kann man deshalb ein Leben in Schande kaum ertragen.

_ Die gewöhnlichen Menschen trachten, so scheint es wenigstens, nach nichts weniger als nach einem der Heiligen Schrift entsprechenden Leben. Vielmehr sehen wir, daß sie fast alle ihre Hirngespinste für Gottes Wort ausgeben und nur darauf bedacht sind, unter dem Deckmantel der Religion andere Leute dazu zu zwingen, daß sie denken wie sie selbst.

_ Gerechtigkeit ist die feste Absicht, jedem zu geben, was ihm von Rechts wegen zukommt; Ungerechtigkeit hingegen ist es, jemandem im Namen des Rechts etwas wegzunehmen, was ihm bei richtiger Auslegung des Rechts zustünde.



_ Es ist richtig, daß wir im Leben vieles auf Grund bloßer Vermutungen tun, aber es ist falsch, daß unsere Ideen bloß auf Vermutungen beruhen.

_ Hochmut ist, wenn ein Mensch sich eine Vollkommenheit beimißt, die bei ihm nicht zu finden ist.

_ Es geben sich besonders diejenigen jeder Art von Aberglauben hin, die maßlos nach Unsicherem streben.

_ Das Vertrackte am Klarmachen des eigenen Standpunktes ist, daß man dadurch zu einem nicht zu verfehlenden Ziel wird.

_ Die Menschen werden nicht als Staatsbürger geboren, sondern erst dazu gemacht.



_ Sicherlich würde das menschliche Leben weit glücklicher verlaufen, wenn der Mensch ebenso gut zu schweigen wie zu reden vermöchte. Aber die Erfahrung lehrt uns mehr als genug, daß der Mensch nichts so schwer beherrscht wie seine Zunge.

_ Haß wird durch Gegenhaß gesteigert, durch Liebe dagegen kann er getilgt werden.

_ Der Mensch reagiert nicht schwerer als seine Zunge, und seine Begierden vermag er eher zu mäßigen als seine Worte.

_ Es kann gegen die Affekte kein vortrefflicheres, in unserer Macht stehendes Heilmittel erdacht werden, als dieses, welches in der wahren Erkenntnis derselben besteht.

_ Die Begierden sind in Wahrheit blind und hätten keinen Nutzen, wenn die Menschen leicht dahin gebracht werden könnten, bloß nach den Geboten der Vernunft zu leben, d.h. das zu thun, was aus der Notwendigkeit unserer Natur an sich folgt.

_ Die Eintracht wird durch dasjenige erzeugt, was zur Gerechtigkeit, Billigkeit und Ehrbarkeit gehört. Denn nicht bloß das, was ungerecht und unbillig ist, verletzt die Menschen, sondern auch was für unehrbar gilt, oder was gegen die herrschenden Sitten verstößt.

_ Wenn eine Definition vollkommen genannt werden soll, so wird sie das innerste Wesen eines Dinges ausdrücken und verhüten müssen, daß wir eine einzelne Eigenschaft für das Ding selbst nehmen.

_ Der letzte Sinn des Staates ist nicht, zu herrschen, noch die Menschen in Furcht zu erhalten oder sie fremder Gewalt zu unterwerfen, sondern vielmehr den Einzelnen von der Furcht zu befreien, damit er so sicher wie möglich leben und sein natürliches Recht, zu sein und zu wirken, ohne Schaden für sich oder andere, vollkommen behaupten kann. Es ist nicht der Zweck des Staates, die Menschen aus vernünftigen Wesen zu Tieren oder Automaten zu machen. Der Zweck des Staates ist in Wahrheit die Freiheit.


_ Die Ursache, die den Aberglauben hervorbringt, erhält und ernährt, ist die Furcht.::::::::::::::

_ Wer wirklich Gott liebt, den wird es nicht danach verlangen, daß Gott ihn lieb habe.

_ Die Ohnmacht des Menschen in Mäßigung oder Hemmung der Affekte nenne ich Knechtschaft; denn der von seinen Affekten abhängige Mensch ist nicht Herr über sich selbst, sondern dem Schicksal untertan.


_ Alles das, wonach wir aus Vernunft streben, ist nichts anderes als das Erkennen; und der Geist beurteilt, insofern er von der Vernunft Gebrauch macht, nur das als für ihn nützlich, was zum Erkennen führt.

_ Alles, was ist, ist in Gott, und nichts kann ohne Gott sein noch begriffen werden.;;;;;;;;;;;;;

_ Das höchste Gut des Geistes ist die Erkenntnis Gottes, und die höchste Tugend des Geistes ist, Gott zu erkennen. ::::::::::::

_ Der menschliche Geist kann mit dem Körper nicht absolut zerstört werden, sondern es bleibt von ihm etwas übrig, das ewig ist.

_ Die Glückseligkeit ist nicht der Lohn der Tugend, sondern die Tugend selbst; und wir erfreuen uns ihrer nicht deshalb, weil wir die Lüste hemmen, sondern umgekehrt, weil wir uns jener erfreuen, darum sind wir imstande, die Lüste zu hemmen.

_ Es gibt im Geiste keinen absoluten oder freien Willen, sondern der Geist wird zu diesem oder jenem Wollen von einer Ursache bestimmt, welche ebenfalls von einer anderen bestimmt wird und diese wiederum von einer anderen, und so weiter ins Endlose.

_ In der Natur der Dinge gibt es nichts Zufälliges; sondern alles ist aus der Notwendigkeit der göttlichen Natur heraus bestimmt, auf eine gewisse Weise zu existieren und zu wirken.




_ Unter Gott verstehe ich das absolute unendliche Sein, das heißt die Substanz, die aus unendlich vielen Attributen besteht, deren jedes ewige und unendliche Wesenheit ausdrückt.;;;;;;;;;;;;;;;;;

_ Wir nennen dasjenige gut oder schlecht, was der Erhaltung unseres Seins nützt oder schadet, was unser Tätigkeitsvermögen vermehrt oder vermindert, fördert oder hemmt.

_ Die Freude kann niemals schlecht sein, sofern sie durch das Gesetz unseres wahren Nutzens geregelt ist.

_ Der Drang, die göttliche Religion auszubreiten, sank zur schmutzigen Habgier und Ehrsucht und das Gotteshaus selbst zum Theater herab, in dem sich nicht mehr Kirchenlehrer, sondern Redner hören ließen, denen es nicht darauf ankam, das Volk zu belehren, sondern bloß es zur Bewunderung hinzureißen und die Andersdenkenden öffentlich anzugreifen und nur das Neue und Ungewohnte zu lehren, weil es eben das Volk am meisten bewunderte.

_ Der menschliche Geist hat eine adäquate Erkenntnis des ewigen und unendlichen Wesen Gottes.



_ Je mehr wir die einzelnen Dinge erkennen, desto mehr erkennen wir Gott.  ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

_ So leicht es ist, den Menschen jede Art des Aberglaubens einzuflößen, so schwer läßt sich dagegen erreichen, daß sie in ein und derselben Art verharren.               Aberglauben:::::::::::::

_ Stößt ihnen vollends etwas Seltsamer, scheinbar Wunderbares zu, so halten sie es für ein Wunderzeichen, das den Zorn der Götter oder des höchsten Wesens ankündigt, und meinen – abergläubisch wie sie in der Regel sind – sie müßten die Gottheit durch Opfer und Gelübde versöhnen. Eine Menge solcher Dinge ersinnen sie, indem sie die Natur auf die sonderbarste Weise erklären, als ob sie mit ihnen selbst verrückt geworden sei.

_ Das Unvermögen eines Menschen, seine Affekte zu zügeln und einzuschränken, nenne ich Knechtschaft. Denn jeder lenkt alles gemäß seinem Affekt.

_ Solange sich ein Mensch einbildet, etwas nicht tun zu können, solange ist es ihm unmöglich, es zu tun.



_ Die Fröhlichkeit ist ein Affekt, welcher des Körpers Macht zu handeln vermehrt oder unterstützt; die Traurigkeit ist dagegen ein Affekt, welcher des Körpers Macht zu handeln mindert oder hemmt – folglich ist die Fröhlichkeit geradezu gut.

_ Es ist nicht erst seit heute, daß die Wahrheit teuer zu stehen kommt; üble Nachrede aber soll mich nicht dazu bringen, sie im Stiche zu lassen.

_ Diejenige Regierung wird die gewaltsamste sein, wo einem jeden die Freiheit, zu sagen und zu lehren, was er denkt, verweigert wird.

_ Der König sei durchweg der Geist des Staates, der Rat der äußeren Sinne oder des Körpers, durch welchen der Geist das vollzieht, was er für das Beste erachtet.

_ Denn die Bescheidenheit ist eine Art des Ehrgeizes.

_ Wer von der Furcht geleitet wird und das Gute tut, um ein Übel zu vermeiden, der wird nicht von der Vernunft geleitet.



_ Der Glaube ist eine kräftige Bezeugung durch Gründe, aus welchen ich in meinem Verstande überzeugt bin, daß sich ein Ding wirklich und dergestalt außerhalb meines Verstandes findet, wie ich in meinem Verstande davon überzeugt bin.

_ Ja, weil die große Menge immer gleich elend bleibt, bleibt sie nie lange demselben Aberglauben ergeben; vielmehr wird sie immer wieder von einem neuen Aberglauben angezogen, von welchem sie noch niemals getäuscht worden ist.

_ Heiterkeit kann kein Übermaß haben, sondern ist immer gut; Melancholie dagegen ist immer schlecht.

_ Jedes Ding kann nur von einer äußern Ursache zerstört werden.

_ Die Herzen werden nicht durch Waffen, sondern durch Liebe und Edelmut gewonnen.

_ Wer Beleidigungen rächen will, lebt bedauernswert; wer dagegen Haß durch Liebe zu bekämpfen strebt, der kämpft sicher wohlgemut. Er widersteht ebenso leicht einem wie mehreren Menschen und spottet der zweifelhaften Hilfe des Glücks. Die Besiegten geben gern nach, ist's ja auch für sie nur Gewinn, nicht Verlust.

_ Nicht derjenige hat den besten Glauben, wer die besten Vernunftsgründe, sondern der allein, wer die besten Werke der Liebe und Gerechtigkeit zeigt.

_ Sie müssen in jedem Staate so eingerichtet sein, daß sie Menschen weniger durch Furcht als duch Hoffnung auf allgemein begehrte Vorteile gefesselt werden; so wird jeder seine Pflicht erfüllen.

_ Furcht ist eine unbeständige Traurigkeit, entsprungen aus der Idee eines zukünftigen oder vergangenen Dinges, über dessen Ausgang wir in gewisser Hinsicht zweifelhaft sind.

_ Auch der Arme, der gern reich sein möchte, redet unaufhörlich vom Mißbrauch des Geldes und den Lastern des Reichen, wodurch er aber nichts anderes erzielt, als daß er sich ärgert und anderen zeigt, wie er nicht bloß über seine eigene Armut, sondern auch über den Reichtum der andern Unmut hegt.

_ Ich bestreite nicht, daß Gebete uns sehr nützlich sein mögen, denn mein Verstand ist zu schwach, um alle Mittel bestimmen zu können, welche Gott zu Gebote stehen, um die Menschen zu ihm, das heißt zum Heil zu führen.

_ Weder die Vernunft, noch die Schrift lehrt, daß man jedes gegebene Versprechen halten müsse.

_ Über das aber, was von einigen Kirchen dann weiter hinzugefügt wird, daß Gott die Menschennatur angenommen hätte, habe ich ausdrücklich bemerkt, daß ich nicht verstehe, was sie sagen. Ja, offen gestanden, scheint mir diese Rede nicht weniger widersinnig zu sein, als wenn mir jemand sagte, der Kreis habe die Natur des Quadrats angenommen.

_ Die Existenz Gottes und sein Wesen sind ein und dasselbe.

_ Die Dankbarkeit, wie sie die Menschen, die von blinder Begierde geleitet werden, einander erweisen, ist zumeist eher ein Handelsgeschäft oder ein Köder, denn Dankbarkeit.

_ Niemand kann wünschen, glücklich zu sein, gut zu handeln und gut zu leben, wenn er nicht zugleich wünscht, zu sein, zu handeln und zu leben.

_ Die Leidenschaft hört auf, Leidenschaft zu sein, sobald wir uns von derselben eine klare und deutliche Idee bilden.

_ Der Handelnde wirkt durch das, was er hat,
der Leidende leidet durch das, was er nicht hat.

_ Alles, was wir deshalb begehren, weil wir mit Haß erfüllt sind, ist schmachvoll und […] ungerecht.



_ Das Gut, das ein Jeder, welcher der Tugend nachgeht, für sich begehrt, wird er auch den übrigen Menschen wünschen und um so mehr, je größer seine Erkenntnis Gottes ist.



_ Zufriedenheit mit sich selbst kann aus der Vernunft entspringen, und gerade diese Zufriedenheit, welche aus der Vernunft entspringt, ist die höchste, die es geben kann.

_ Was ist Vernunft? Der Wahnsinn aller.
Was ist Wahnsinn? Die Vernunft des einzelnen.
Was nennt ihr Wahrheit? Die Täuschung,
die Jahrhunderte alt geworden. Was Täuschung?
Die Wahrheit, die nur eine Minute gelebt.

_ Der Wille ist ebenso verschieden, von diesem oder jenem Wollen, wie Weiße von diesem oder jenem weißen Gegenstande, oder wie die Menschheit von diesem oder jenem Menschen.

_ Der Pöbel ist furchtbar, wenn er nicht fürchtet.

_ Die Menschen sind viel eher zur Rache, als zur Vergeltung der Wohltaten bereit.

_ Wer nach der Leitung der Vernunft lebt, strebt so viel er kann, den Haß, den Zorn, die Verachtung usw. eines andern gegen ihn durch Liebe oder Edelmut zu vergelten.



_ Der größte Hochmut oder der größte Kleinmut ist die größte Unkenntnis seiner selbst.

_ Der Hochmütige liebt die Gegenwart von Schmarotzern oder Schmeichlern und haßt die der Edelsinnigen.

_ Die Affekte der Überschätzung und Unterschätzung sind immer schlecht. – Überschätzung macht leicht den Menschen, der überschätzt wird, hochmütig.

_ Kleinmut ist, aus Unlust eine geringere Meinung von sich zu haben, als recht ist.

_ Alles, was da ist oder gedacht wird, ist im Vergleich mit dem wahren Gut nichts anderes als das Elend selbst.

_ Ehrgeiz ist unmäßige Begierde nach Ehre.

_ Demut ist keine Tugend, das heißt, sie entspricht nicht der Vernunft.


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